Das Sonnensystem im Modell

 

 

 

 

Nachbarsonne Alpha CentauriZwergplanet Ceres und die Mainbelt ObjekteTrans-Neptun AsteroidenZwergplanet PlutoPlanet NeptunZwergplanet Makemake, Haumea, ErisPlanet UranusPlanet SaturnPlanet JupiterPlanet MarsPlanet ErdePlanet VenusPlanet MerkurStern Sonne

 

 

 

 

Das obige Bild zeigt die Sonne, ihre acht Planeten, drei ihrer Zwergplaneten und einige der größten Monde. Die Sonne und die Planeten sind im Massstab ihrer tatsächlichen Größen zueinander dargestellt. Nur bei den Entfernungen funktioniert die maßstabsgetreue Darstellung nicht. Hierzu hätte das Bild fast 2km lang werden müssen. Die kosmischen Entfernungen übersteigen in der Regel unsere Vorstellungskraft. Selbst bei der gezeigten Größe der Planeten müsste der Modellabstand zwischen der Sonne und ihrem nächsten Planeten Merkur, noch immer 7,3m betragen. Die Erde hätte eine Entfernung von 18,8m und der Zwergplanet Eris, mit seiner stark elliptischen Bahn würde bis zu 1835m in die Umgebung der Sonne hinausfliegen.

Man sieht, dass die Erde ein Winzling gegenüber den Riesenplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun ist und ein Sandkorn bezüglich der Sonne. Nur die Venus gleicht ihr größenmäßig. Merkur, Mars und Pluto dagegen sind nicht größer, als die größten Monde bei Jupiter und Saturn.
Alles zusammen nennt sich unser Sonnensystem. ..und solche Systeme, so glauben die Astrophysiker, gibt es auch bei anderen Sternen. Der nächste Stern in unserer Nachbarschaft heißt Alpha Centauri. Er ist vom Durchmesser her ein wenig größer als die oben dargestellte Sonne und wäre in dem obigen Modell 4.756 km entfernt. Hätte auch er eine 'Erde' so müsste man nur ein Teleskop auf ihn richten und könnte diese 'Erde' sehen. Die Frage ist nur, ob es Menschen je gelingen wird, ein Teleskop zu bauen, welches in knapp 5000km Entfernung, ein nicht selber leuchtendes Kügelchen wie das der obigen Erde, aufzulösen vermag?

 

 

 

 

 

Das 1cm-Erde Modell
In der nachfolgenden Tabelle wird das obige Modell ein wenig vergrößert. Hier soll die Erde einen Durchmesser von 1cm erhalten, damit man sie noch 'anfassen' kann. Damit ist sie etwa 6 mal so groß wie im Bild gezeigt. Mit dem Erddurchmesser als Bezugsgröße ergäben sich nun die folgend genannten Durchmesser und Entfernungen der anderen Himmelskörper ...

Der Verkleinerungsfaktor dieses Modelle ergibt sich aus dem Durchmesser der Erde von 12.765km, was 12.765.000m oder 1.276.500.000cm entspricht. Der Massstab ist also 1:1.276.500.000

 

 

Zur Berechnung weiterer Modelldurchmesser oder Entfernungen, muss man also nur das Originalmaß in Zentimeter umrechnen und diese Zahl durch den Verkleinerungsfaktor (Massstab) teilen. Das Resultat ist ein Modellmaß in cm.

 

 

 

 

 

 

Abstand zur Sonne

Durchmesser

 

 

Planet

real

Im Modell

real

Im Modell

 

 

Sonne

-

-

1.392.000 km

109,00 cm

 

 

Merkur

57,9 Mio km

45,3 m

4.800 km

0,38 cm

 

 

Venus

108,2 Mio km

84,6 m

12.200 km

0,96 cm

 

 

Erde

149,6 Mio km

117,0 m

12.756 km

1,00 cm

 

 

Mars

227,9 Mio km

178,0 m

6.770 km

0,53 cm

 

 

Jupiter

778,3 Mio km

608,4 m

142.800 km

11,19 cm

 

 

Saturn

1.427 Mio km

1.053,0 m

120.800 km

9,47 cm

 

 

Uranus

2.870 Mio km

2.246,4 m

48.000 km

3,76 cm

 

 

Neptun

4.500 Mio km

3.521,7 m

44.600 km

3,50 cm

 

 

Pluto

5.913 Mio km

4.632,2m

2.274 km

0,2 cm

 

 

 

 

 

Der Erdmond
Wie schwer es ist kosmische Entfernungen in die uns bekannte, reale Welt zu übersetzen, lässt sich am Erdmond erahnen. In dem Modell der 1cm-Erde würde der Mond auf einen Durchmesser von 3mm schrumpfen und müsste dennoch 30cm von Erde entfernt platziert werden. In 'echt' würde dies seinem mittleren Abstand von 384.400km zur Erde entsprechen. Verglichen mit den Entfernungen zu den Nachbarplaneten der 1cm-Erde 'klebt' er jedoch geradezu an ihr. Schon der Abstand Erde-Venus beträgt im Modell 3240cm und zum Mars wären es 6100cm. Geradezu erschreckend ist der 460.203cm große Modellabstand zwischen Erde und Pluto.

Die Sonne
Die Sonne unsere Lebensquelle soll von ihren Ausmaßen ein normaler Stern sein. Aber auch bei ihr muss in kosmischen Massstäben gedacht werden. In dem 1cm Erdmodell hätte sie einen Durchmesser vom 109cm, was bedeutet, dass die Erde und ihr Mond auf maßstabsgetreuer Umlaufbahn gleich drei mal in sie hineinpassen würden. Wollte man dieses Volumen mit 1cm-Erden auffüllen, so wären etwa 1,3 Millionen Erdkügelchen notwendig.
Andere Normalsterne können bis zum 20.fachen größer ausfallen und hätten dann Modelldurchmesser von 22m oder 2200cm, was der Hälfte des Durchmessers der Merkurbahn entspräche. Riesensterne und Überriesen, wie die Astronomen etwas größere Sterne nennen, würden im Modell Durchmesser zwischen 70m bis hin zu 780m besitzen. Ein solcher Stern würde die gesamte Jupiterbahn einnehmen.

Die Sterne
Größen- und Entfernungsangaben im kosmischen Maßstab sind also kritisch, weil fast immer unvorstellbar groß. Unser Nachbarstern der den Namen Alpha Centauri trägt, besitzt etwa die gleiche Größe wie die Sonne. Er ist 41 Billionen km entfernt. Sein Licht benötigt kosmisch gesehen nur 4,3 Jahre um von ihm, zu uns auf die Erde zu gelangen. In dem 1cm Erdmodell entspräche diese Entfernung 31.358 km. Würde man in Hamburg einen Ballon von 1m Durchmesser aufstellen der unsere Sonne darstellt, so müsste der Alpha Centauri-Ballon an der Ostküste von Amerika aufgestellt werden. Der Betrachter müsste ihn jedoch über Russland hinweg ansehen und nicht direkt über den Atlantischen Ozean, denn der reale Umfang der Erde beträgt ja nur 40.075km. Ganz genaue Menschen können ja mal ausrechnen, in welcher amerikanischen Stadt der Ballon stehen müsse.

Die Milchstrasse
Eine Darstellung unserer Galaxie in diesem Modell ergäbe einen Platzbedarf von 757 Millionen km womit der Platz auf der Erde nicht mehr ausreichen würde. Man würde den realen Raum zwischen der Sonne und Jupiter benötigen um es aufzubauen zu können .. und in diesem Modell wäre die Erde noch immer eine Kugel von 1cm Durchmesser. Wiederum unvorstellbare Ausdehnungen ergäben sich, wollte man das Weltall in diesem Modell aufbauen. Seine Ausdehnung von ~96 Mrd. Lichtjahren würden zwar auf ~75 Lichtjahre schrumpfen. Aber wer hat schon eine Vorstellung, wie lang eine Strecke von nahezu 710 Billionen km ist?

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mensch
Faszinierend wie die Dimensionen des Weltalls ist auch ein Materieklumpen der vorwiegend aus 7 der 104 bekannten chemischen Elemente besteht. Von diesen haben sich zwei, nämlich H (Wasserstoff) und O (Sauerstoff), zu Wasser verbunden und bilden etwa 75% seiner Masse. Mit anderen ähnlichen Materieklumpen hat dieser 'Wasserballon' gemein, dass sich seine Materie in geheimnisvoller Weise immer wieder neu zu reorganisieren weiss und sensorisch auf äußere Einflüsse reagiert. Der 'Wasserballon' nennt dies Leben und sich selber Homo Homo Sapiens, denkender Mensch.
Nun gut, auch der Mensch soll in diesem Modell nicht vergessen werden. Würde man die Durchschnittsgröße eines Menschen, weil es einfacher zu rechnen ist, mit 2m annehmen, hätte er in dem 1cm Erdmodell eine Höhe von 2nm = 0,000.000.002m. Er besäße damit den 25. Teil der Größe eines Hepatitis Virus (~50nm). Damit hätte ein Beobachter, der ihm bei seiner Arbeit auf der 1cm-Erdkugel zusehen wollte und trotz seiner enormen Anzahl von 6Milliarden Exemplaren, selbst mit einem Elektronenrastermikroskop, Mühe ihn zu entdecken ... Dazu müsste sich dieser coole Gigant nicht einmal hinter dem 0,008µm hohen Himalayamassiv der kleinen Erdkugel verstecken ...

Aber es muss ja auch nicht jeder wissen, wie wir, die Auserwählten der Schöpfung, dieses Universum beherrschen. Ach ja .. und wollte man die Intelligenz eines Menschen in dieses Modell einpassen, so wäre sie um etwa das 1,3 Milliarden fache kleiner als in echt. Mal gut, dass wir auf der Erde wohnen und nicht in diesem Modell.

 

 

 

 

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